AU Germany 2014: Carl Bass - The Future of how Things are Made PDF  | Drucken |  E-Mail
Geschrieben von: CADRelations for Autodesk World Wide   
Mittwoch, 29. Oktober 2014 um 13:52 Uhr

MÜNCHEN, Oktober 2014 – Über 1.200 Teilnehmer besuchten am 23. und 24. Oktober 2014 die diesjährige Autodesk University Germany, die in diesem Jahr erstmals zweitägig stattfand. Das Branchentreffen brachte Anwender, Entscheider und Partner aus den Bereichen Mechanik und Maschinenbau, Architektur, Bauwesen und Infrastruktur sowie digitale Medien und Entertainment im Kongresszentrum „darmstadtium“ zusammen. Unter dem Motto „The Future of How Things are Made“ konnten sich die Besucher über neue Entwicklungen der Technik informieren, praktische Anwendungsbeispiele sehen und ihr Wissen in Vorträgen und Hands-on Sessions vertiefen. 


Konstruieren, zusammenarbeiten, produzieren – diese Kernbereiche des Autodesk Portfolios standen in der Eröffnungsrede von Carl Bass im Mittelpunkt. Der Präsident und CEO von Autodesk zeigte mit aktuellen Kundenbeispielen die Möglichkeiten der Softwarelösungen auf und präsentierte Zukunftsvisionen. Zudem gab er Einblicke in die aktuellen Entwicklungen bei Autodesk rund um das Thema 3D-Druck. Das Unternehmen will mit Autodesk Spark, einer offenen Softwareplattform für 3D-Druck, sowie einem eigenen 3D-Drucker die Entwicklungen in diesem Bereich vorantreiben. „Alle Welt redet von 3D-Druck – wir arbeiten aktiv bei der Entwicklung mit“, so Carl Bass. „In Zukunft wird 3D-Druck auch in Bereichen zum Einsatz kommen, die wir uns bisher noch gar vorstellen können. Wer hätte beispielsweise noch vor einigen Jahren gedacht, dass wir einmal Häuser drucken können oder es Nanoroboter gibt, die Jagd auf Krebszellen machen.“ Carl Bass hatte einen Prototyp des geplanten 3D-Druckers im Gepäck, dessen Pläne, 3D-Modelle und Einzelteile in Zukunft auch unter einer Open-Hardware-Lizenz veröffentlicht werden. 

Die Applikationspartner Lounge sowie die Partner- und Sponsoren-Ausstellung bot die ideale Gelegenheit, sich über Neuerungen und Zukunftspläne zu informieren. Die Besucher konnten unter anderem 3D-Drucker in Aktion erleben, ihrer Kreativität mit den  Autodesk Consumer Anwendungen freien Lauf lassen oder einen echten Rennwagen des Formula Student Teams Ecurie Aix der RWTH Aachen genau unter die Lupe nehmen. 

Wie wird in Zukunft entwickelt, konstruiert und hergestellt? 
In einer Panel-Diskussion erörterten Vertreter aus Industrie, Mittelstand, Ausbildung und Leistungssport gemeinsam mit Autodesk-Verantwortlichen „The Future of How Things Are Made“. Im Mittelpunkt stand dabei unter anderem die Förderung an Schulen und Universitäten in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Frühe Praxiserfahrungen und der Zugang zu moderner Technologie bilden dabei die Grundlage, um mit verbesserten Fertigungstechniken, Materialien und moderner Software den Wandel der Industrie voranzutreiben. Autodesk bietet daher seit dem 7. Oktober 2014 Schülern, Studenten und Bildungseinrichtungen seine 3D-Softwarelösungen kostenlos an. 

Vor allem der 3D-Druck spielte im Panel als Produktionsmethode der Zukunft eine wichtige Rolle. Die einhellige Meinung zum Schluss: 3D-Druck ist keineswegs ein Allheilmittel, das bisherige Produktionsmethoden verdrängen wird, sondern diese ergänzen kann. Das schaffe vor allem Start-up-Unternehmen die Möglichkeit, ihre Ideen schneller in die Wirklichkeit umzusetzen und auch an Standorten zu arbeiten, die heute noch gar nicht denkbar sind. „In vier bis fünf Jahren wird jeder von uns qualitativ hochwertige Dinge schon in kleinen Mengen produzieren können. Das ist ‚The Future of How Things Are Made‘“, fasste Autodesk Präsident und CEO Carl Bass zusammen. 



Den Abschluss der beiden Veranstaltungstage bildete ein Vortrag von Denise Schindler zum Thema „The Future of How Things are Made – Behindertensport ohne Grenzen“. Die unterschenkelamputierte Para-Cyclistin erzählte in ihrer Rede über ihr Leben mit einer Beinprothese, welche Hürden sie in ihrer Karriere zu meistern hatte, worauf es bei einer guten Prothese ankommt und wie die Prothetik in Zukunft mit Laserscanning, 3D-Software und neuen Produktionsmethoden einfacher, genauer und günstiger werden kann. Dadurch könnten die heute noch sehr teuren Spezialprothesen auch für den Breitensport zur Anwendung kommen.  


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 29. Oktober 2014 um 13:57 Uhr